Windkraftausbau in Wäldern – ein NO-GO aus Naturschutzgründen!

Windkraftausbau in Wäldern – ein NO-GO aus Naturschutzgründen!
Fragwürdige Verfahren sollen den Weg für den Ausbau in Waldviertler Wäldern ebnen.
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20190205_OTS0015/windkraftausbau-in-waeldern-ein-no-go-aus-naturschutzgruenden

Waldviertel (OTS) – Acht Bürgerinitiativen aus dem Waldviertel wenden sich in einem dringenden Appell an Frau Umweltministerin Elisabeth Köstinger, die heimischen Wälder nicht für die Errichtung von Windindustrieanlagen zu opfern. Der Ausbau Erneuerbarer Energie sollte vorrangig dem Schutz der Natur dienen, anstatt sie zu zerstören.

Gefährdung geschützter Tierarten

Die im niederösterreichischen Waldviertel geplanten Windparks befinden sich fast ausschließlich in Waldstandorten, die zahlreiche seltene Tierarten beherbergen…

und zu deren Schutz sich Österreich in mehreren internationalen Abkommen verpflichtet hat. Alleine aus Gründen des Natur- und Artenschutzes dürfte im Waldviertel kein einziges Windparkprojekt realisiert werden. Dass die Genehmigungsverfahren dennoch vorangetrieben werden, indem die Vorkommen streng geschützter Arten von den Gutachtern der Windkraftfirmen negiert, bzw. die Auswirkungen bagatellisiert werden, ist ein umweltpolitischer Skandal. Die hier praktizierte Vorgehensweise ist strikt abzulehnen und darf nicht auch noch durch gesicherte oder gar erhöhte Förderzusagen belohnt werden.

Nicht nur die hohe Biodiversität ist ein Ausschließungsgrund: Wälder sind in der Lage der Atmosphäre Kohlenstoff zu entziehen und zu speichern, weshalb sie einen wesentlichen Beitrag zur Dekarbonisierung leisten. Die Störung des Wasserhaushalts durch die Errichtung der Betonfundamente und die Verlegung der Erdkabel würde die Austrocknung der Waldböden verstärken, den Hochwasserrückhalt vermindern und die Ausweitung des Borkenkäferbefalls begünstigen. Mit der Trockenheit steigt auch die Gefahr von Waldbränden, verursacht durch schadhafte Anlagen oder Blitzschläge.

Uneffizienter Standort – hohe Kosten 

Auch die ökonomische Sinnhaftigkeit scheint bei den geplanten Projekten fragwürdig: Die Standorte im Waldviertel befinden sich allesamt in windschwachen Regionen – im Falle einer höheren Förderungen für unrentable Standorte würde dies einer Verschwendung öffentlicher Gelder gleichkommen. Durch das Ersetzen veralteter Windkraftanlagen durch neue leistungsstarke Anlagen (Repowering) in windstarken Gebieten könnte ein Vielfaches der Strommenge mit weitaus geringerem finanziellem Aufwand erzeugt werden.

Forderungen der IG Waldviertel

In Anbetracht der zahlreichen negativen Auswirkungen des Windkraftausbaus in Wäldern fordert die IG Waldviertel einen sofortigen Ausbau-Stop in diesen naturräumlich problematischen Standorten. Wälder müssen aus Gründen des Artenschutzes, aber auch aufgrund ihrer klimaschützenden und -regulierenden Funktion, von der windindustriellen Nutzung ausgenommen werden. Wäldern leisten als Ressource von Biomasse ohnehin einen wichtigen Beitrag für die Produktion erneuerbarer Energien.

Weiters fordert die IG Waldviertel eine umfassende Überprüfung der Wirksamkeit und Zweckmäßigkeit der durch das Ökostromgesetz geförderten Maßnahmen durch den Rechnungshof, ein „Climate-Proofing“ im Sinne einer laufenden Überprüfung der Wirksamkeit der geförderten Maßnahmen gegen den Klimawandel, und eine umfassende Studie zur Evaluierung der Repowering-Potentiale. „Die Ziele der Regierung, bis 2030 bilanziell 100% erneuerbaren Strom zu erzeugen, können auch durch sukzessives Repowering günstiger und umweltfreundlicher erreicht werden“, meint Jimmy Moser, Obmann der IG Waldviertel, dem Dachverband der Waldviertler Bürgerinitiativen.

8.Februar 2019
Aktuelle Umfragen bestätigen: Mehrheit gegen Windradbau in Wäldern
Waldstandorte in Niederösterreich ein Fall für die Gerichte

Waldviertel (OTS) – Eine von der deutschen Wildtierstiftung beauftragte Umfrage kommt zu dem Ergebnis: 80% der Befragten sind gegen den Ausbau der Windkraft in Wäldern. Bei 67% der Befragten steht der Vogelschutz an erster Stelle. Eine Studie der Boku von Dr. Ulrike Pröbstl-Haider zu „Energie im Tourismus“ zeigt, dass Windkraft die am wenigsten geschätzte Quelle Erneuerbarer Energie ist. In aktuellen Umfragen in der NÖN Horn und Zwettl wird die Windkraft in Wäldern mehrheitlich abgelehnt.

In Niederösterreich wurden potentielle Windrad-Standorte nur nach dem Abstand zu Siedlungen beurteilt, nicht nach ihrer ökologischen Eignung. Vorbehalte werden nicht beachtet: die Wild im Waldviertel wurde in der Knoll Studie zu einer „ergänzenden naturräumlichen Ausschlusszone“ erklärt. Ebenso wurde die Wild und Meiseldorf von Birdlife  zu einer Vorbehaltszone erklärt. Trotzdem sind die Genehmigungsverfahren in Vorbereitung. Andere Gebiete wie Großgöttfritz hatten trotz Vorkommen von Schwarzstorch, Uhu und Seeadler keine Parteienstellung im Verfahren, um Naturschutzbedenken zu äußern.

Mangelhafte Gutachten
In über 100 Genehmigungsverfahren zur Windkraft in Niederösterreich waren dieselben vier Gutachter tätig. Regelmäßig wurden dabei methodische Mängel und fachliche Defizite in den Prüfverfahren festgestellt. Umweltschützer fordern ein klares Bekenntnis zu wissenschaftlicher Objektivität.

In Oberösterreich dürfen in Wäldern keine neuen Windkraftwerke errichtet werden
Oberösterreich dient hier als Vorbild für die Beachtung des Artenschutzes beim Ausbau der Windenergie, es dürfen keine neuen Standorte in Wäldern erschlossen werden.

Amaliendorf-Aalfang

http://www.noen.at/gmuend/amaliendorf-aalfang-windpark-wegen-voegeln-vor-dem-aus/67.400.966
NÖN 15. November 2017 von Thomas Weikertschläger und Markus Lohninger

Nach Reduktion der Flächen: Keine naturschutzbehördliche Bewilligung für Amaliendorf-Aalfang. WEB prüft Einspruch. 

 

Mandatar erbost:“Transparenz fehlt!“

Sigmundsherberg: Gemeinderat wurde Einschau in Windkraftprojekt Unterlagen verweigert. Nön 

Martin Kalchhauer, Nov 2017

Kosten für Ökostrom-Förderung sinken 2017

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Grund für das geringere Finanzierungserfordernis sind vor allem geringere Kosten für Ausgleichsenergie. Diese sinken vor allem wegen der verbesserten Prognosequalität für Windenergie durch die Ökostromabwicklungsstelle OeMAG.Zudem wird von etwas weniger geförderten Ökostrommengen ausgegangen, unter anderem weil Anlagen nach 13 Jahren aus dem Förderregime fallen. Für 2017 wird eine Einspeisemenge von 9,83 Terawattstunden prognostiziert, verglichen mit 10,21 TWh heuer, geht aus den Erläuterungen hervor.

http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/wirtschaft/sn/artikel/kosten-fuer-oekostrom-foerderung-sinken-2017-226604/

 

 

strompreisanstieg

In den nächsten Tagen wird die europäische Energieagentur eine Trennung des österreichischen und deutschen Strommarkts anordnen. Für Verbraucher und Industrie hätte das hierzulande massive Folgen.

 

   (Die Presse)

 

Wien. Strom wird in Österreich bald teurer werden. „Presse“-Informationen zufolge soll die europäische Energieagentur Acer noch in der ersten Novemberhälfte eine Entscheidung veröffentlichen, in der sie die Aufhebung des – bisher gemeinsamen – Strommarkts von Deutschland und Österreich besiegelt. weiterlesen->
http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/5108384/Strompreis-vor-starkem-Anstieg?_vl_backlink=/home/index.do

 

Ökostrom-Förderungen werden ein Millionengrab

Bildschirmfoto 2016-05-01 um 19.09.48OTS0133, 29. April 2016

Falsche Förderpolitik bewirkt: Betreiber kassiert, Verbraucher verliert

Wien (OTS) – Eine Milliarde Euro fließt per Ökostromgesetz in teilweise marode Stromanlagen. Doch diese erzeugen Energie von nur 300 Millionen Marktwert. Die Betreiber haben kein Interesse an einer Änderung. Denn je mehr sie produzieren, desto mehr lässt sich kassieren. Dabei könnte man diese Geldvernichtung, wie das neue Energieeffizienzgesetz zeigt, ganz leicht verhindern.

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20160429_OTS0133/oekostrom-foerderungen-werden-ein-millionengrab

Promis stemmen sich gegen die Windkraft

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NÖN Traismauer, April 2016 vor Volksbefragung

 

Drüberfahren ist der falsche Weg

Noen ZwettlBrigitte Lassmann-Moser über die Marathon-Windpark-Verhandlung in Sallingberg.

Wie auch immer man zur Windkraft stehen mag, und wie auch immer das Land in dieser Causa entscheiden wird – wichtig ist vor allem eines: Man muss die Gegner und ihre Sorgen ernst nehmen, sollte ihnen so weit wie möglich entgegenkommen und nicht einfach über sie hinwegfahren, wie es leider oft der Fall ist bei umstrittenen Vorhaben. Denn das fordert nur noch mehr heraus. Sallingberg könnte diesbezüglich mit Beispiel vorangehen.   – See more at: http://www.noen.at/nachrichten/lokales/kommentar/zwettl/Drueberfahren-ist-der-falsche-Weg;art5318,720789

Fast 200 bei Windkraft-Demo in Horn

Demo Zwettl_5_3780Demo Zwettl_5_3756ZWETTL. Am 12. Dezember marschierten rund 200 Bürger durch die Zwettler Innenstadt, um gegen Windräder in den Wäldern des Waldviertels zu protestieren.

Die Sprecher der Waldviertler Bürgerinitiativen kritisierten die Energiepolitik des Landes Niederösterreich und griffen vor allem den zuständigen VP-Landesrat Stephan Pernkopf an. „Jetzt, nach der Erreichung von 100 Prozent Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie, sollte doch endlich Schluss sein mit der großflächigen Landschafts-und Naturzerstörung. Windkraftanlagen haben im Wald nichts zu suchen“ tönte es unisono vom Rednerpult.

Günther Maier bemängelte, dass Windkraftausbau durch garantierte hohe Einspeisetarife mittlerweile zu einer lukrativen Geldquelle für Betreiber wurde: „1,3 Milliarden Euro sind 2016 im Fördertopf. Für Haushalte hingegen steigen die Ökostrombeiträge um 17 Prozent auf durchschnittlich 120 Euro. Es werde nur von unten nach oben umverteilt“.

Biologe Wolfgang Lechthaler beklagt, dass die Durchführung der Projekte keines modernen Rechtsstaats würdig seien: „Nach derzeitigem Wissen dürfte eigentlich kein Windparkprojekt im Waldviertel genehmigt werden. Zu groß ist die Zahl der hier lebenden Vogel- und Fledermausarten.” Um die Schutzbestimmungen zu umgehen, würden einschlägige „Sachverständige“ mit der Umweltprüfung betraut, die “streng geschützte Arten mit verblüffender Regelmäßigkeit ‚übersehen’”, so Lechtaler.

Modernes Energie- und Klimaprogramm fehlt

Der Ausbau von Windkraftanlagen in Wäldern würde als Klimaschutzmaßnahme verkauft, unbeachtet bleibt die wertvolle Funktion von Wäldern als CO2 Speicher. Man vermisse ein modernes Energie-und Klimaprogramm, in dessen Zentrum Energie-Effizienz Maßnahmen und die Reduktion der CO2-Emissionen stehen, so die Kritik an Landesrat Pernkopf seitens der Plattform der Bürgerinitativen.

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NÖN, 22.11.2015 von Martin Kalchhauser
Fußmarsch vom EKZ ins Zentrum. Kundgebung am Kirchenplatz.
„Keine Industrieanlagen im Waldgebiet!“ Bei der Kundgebung am Kirchenplatz ergriffen unter anderem Alt-Abt Joachim Angerer vom Stift Geras und Musiker Roland Neuwirth das Wort. Tenor der Redner: Riesige Industrieanlagen im Wald zerstören das Waldviertel, das derzeit noch durch Naturnähe und Unberührtheit punkte. Angesichts der Tatsache, dass das ehrgeizige Energie-Ziel des Landes (100 % der Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie) bereits erreicht sei, stelle der Plan der Errichtung von neuen Anlagen im Waldviertel eine völlig unnötige Naturzerstörung dar. – http://www.noen.at/nachrichten/lokales/aktuell/horn/Fast-200-bei-Windkraft-Demo-in-Horn;art2640,688279

Keine Windräder im Pfälzerwald

 

dieWelt

DIE WELT  ESSAY  16.05.15 
Verschont!

Dass im Pfälzerwald nun doch keine Windräder aufgestellt werden, ist ein wichtiger Sieg. Der Schematismus bei der Planung solcher Anlagen muss überdacht werden.Der Pfälzerwald bleibt windradfrei. Dieses Zugeständnis für Deutschlands größtes zusammenhängendes Waldgebiet haben die Bürger der Anliegergemeinden im Verein mit der Deutschen Unesco-Kommission der Landesregierung von Rheinland-Pfalz jetzt abgetrotzt. weiterlesen->http://www.welt.de/print/die_welt/debatte/article139616935/Verschont.html

 

Windräder in der Wild: Zweifel an Gutachten

Noen_Wild»Keine Windräder in der Wild!« Vertreter der Interessengemeinschaft Waldviertel und des Vereins Pro Thayatal – im Bild Michael »Jimmy« Moser, Doris Walter, Manfred Maier, Ewald Schrenk, Wolfgang Lechthaler und Kurt Kienast – erhoben in Horn schwere Vorwürfen gegen Gemeinden, Betreiber und Gutachter.  weiterlesen _->http://www.noen.at/nachrichten/lokales/aktuell/horn/Windraeder-in-der-Wild-Zweifel-an-Gutachten;art2640,579978

Windparks: Nach Wahl wieder aktuell?

BEZIRK HORN
Noch gilt „Stopp“ des Landes, aber Gegner fürchten verstärkten Druck der Lobby auf die Politik.

Von Martin Kalchhauser

Kommt nach der Nationalratswahl am Sonntag wieder Bewegung in die „Wind-Debatte“? Die Gegner der geplanten Windkraftanlagen im Norden des Bezirks Horn, des Windparkprojekts im Thumeritzer Sasswald (13 Anlagen) und des „Windparks Nord“ (26 Anlagen – Langau, Weitersfeld, Hard egg) befürchten verstärkten Druck auf die Politik. Weiterlesen

Argument Atomkraft

Windparks können Atomkraft-Ausbau nicht stoppen!

Foto_Wind_Atom

Auch wenn Hunderte Windräder im Waldviertel gebaut werden, wird deshalb kein einziges Atomkraftwerk in Tschechien stillgelegt!

Immer wieder wird in der Diskussion um die Errichtung von Windrädern im Waldviertel damit argumentiert, dass dadurch grenznahe Atomkraftwerke im Nachbarland Tschechien überflüssig werden. Leider ist das nicht der Fall. Selbst wenn in unserem schönen Waldviertel Hunderte Windkraftanlagen gebaut werden, wird dadurch kein einziges AKW in Tschechien stillgelegt! Denn auf die Art der Stromerzeugung bei unseren Nachbarn haben wir Österreicher keinen Einfluss. Bei dieser Entscheidung sind die Staaten der EU unabhängig. Das beste Beispiel dafür, dass selbst die vielen hundert Windräder die in Österreich bereits gebaut wurden Atomkraft nicht stoppen können, ist das laut derStandard vom 17.7.2014 für Frühjahr 2015 angesetzte Auswahlverfahren für den Ausbau von zwei Blöcken in Tschechien: Die „wahrscheinlichste Variante“ sei es, dass nicht mehr zwei Blöcke in Temelin, sondern einer in Temelin und einer im südmährischen Atomkraftwerk Dukovany entstehen, wobei es sich um eine Kombination von Investitionen des Staates und des privaten Sektors handeln könnte. (derStandard 17.7.2014)

Der oft zitierte Ausspruch „Mir ist Windstrom lieber als Atomstrom“ wird von der Windkraftlobby immer wieder als Vorwand für die Notwendigkeit des Ausbaus vorgeschoben. Bitte bedenken Sie, dass bis spätestens 2015 die Einfuhr von Atomstrom nach Österreich per Gesetz untersagt wird. (Quelle: Global 2000)

Das Argument Atomkraft sollte deshalb bei der Entscheidung Pro oder Contra Windkraft keine Rolle spielen.